Hier ein Versuch, diese seltsame Konstruktion zu erklären (und warum das Einstellen des Kegelrades so ein Rumtesten und Annähern ist):
Auf diesem Foto sieht man, dass im Gehäuse ein Lagerkäfig sitzt (oder Lagerhalter oder wie immer man das nennen soll) und in diesem wiederum das Lager eingesteckt ist. Mit der richtigen Stärke an Einstellblechen zwischen diesem Käfig und dem Gehäuse erreicht man das vorgeschriebene Maß für die Tiefe des Kegelrades.
Aber: solange der Deckel nicht fest auf dem Lager sitzt, lässt sich die gesamte Sekundärwelle immer noch hin- und herbewegen, auch wenn man die Mutter der Welle vollständig angezogen hat. Schließlich ist das Lager nur lose in den Käfig gesteckt, nicht eingepresst. Also gehört zum Einstellen immer die Mutter angezogen UND der Deckel fest montiert. Dann Spiel messen, und bei Korrekturbedarf wieder alles auseinander bauen, Distanzblechstärke anpassen und wieder von vorne....
Man sollte unbedingt den Überstand des Lagers im Käfig messen und die Vertiefung im Verschlussdeckel. Bei den späten Modellen sollten das jeweils ca. 2mm sein, es gab aber unterschiedliche Stärken während der Bauzeit. Und wenn man neue Lager verbaut, immer mit den alten vergleichen.
Wichtig ist, dass man die Papierdichtungen bei allen Messungen im Hinterkopf behält, insbesondere zum Gehäuse hin. Ich werde dort voraussichtlich auf Papier verzichten und die Bleche direkt mit etwas Hylomar einsetzen. Weiß noch nicht genau.
Beim Deckel habe ich versucht auszumessen, und auch den Überstand des Lagers. Aber egal wie, immer hatte ich Messfehler. Wer viel misst, misst Mist.
Am Ende war das einzig zielführende, den Deckel mit einer Schraubzwinge fest auf das Lager zu pressen und den Spalt zwischen Deckel und Lagerkäfig zu messen. Hier hatte ich dann noch gute 0,2 mm Luft. Das passt dann ja, denn die Dichtung ist 0,25 mm stark und wird sich beim Anziehen noch etwas zusammendrücken.