Ich springe manchmal thematisch, weil ich ab und zu auf Teile warten muss und dann woanders weiter mache.
Jetzt geht es ans Zahnrad für den 3. Gang. Hier hat man die Büchse besser gemacht als beim 2. Gang: ein durchgehendes Teil, eine ringförmige Schmiernut.
Das einzige, was mir nicht ganz gefällt, ist, dass am Außendurchmesser keine Schmiernut ist. Verdreht sich die Büchse im Zahnrad, sind die Schmierbohrungen für die Katz.
Ich hatte reichlich spürbares Spiel, also habe ich mir eine neue Büchse bestellt. Das war ein Reinfall. Die neue hatte genauso viel Spiel (30,5mm statt 30,0 - das merkt man dann ganz deutlich). Außerdem kam mir die gelieferte Büchse so vor, als wäre sie schon einmal eingebaut gewesen oder zumindest gut abgehangen und anoxidiert. Hat mich sehr geärgert… ich sage nicht von wem, aber dort bestelle ich jetzt ungern noch mal.
Die Büchsen von CAS waren bisher super, aber ich wollte Porto sparen. Beim Franzosen habe ich eine perfekte Büchse bekommen, die exakt ins Zahnrad einzupressen geht und etwas zu stramm für die Welle ist und noch leicht aufgerieben werden muss - genau was ich suche!
Es fehlen nur noch die Bohrlöcher, die man besser erst nach dem Einpressen bohrt.
Zusätzlich habe ich außen noch eine ganz dezente Schmiernut gedreht, wo später die Löcher hinkommen. So viel kann man hier nicht abdrehen, die Wandung ist ja schon von innen her ziemlich dünn:
Dann habe ich die Büchse von der Seite aus eingepresst, die näher an den Löchern im Zahnrad ist. Und zwar soweit, dass gerade die Löcher abgedeckt sind.
Danach habe ich auf der anderen Seite die Innenseite des Zahnrades mit Loctite eingestrichen und die Büchse dann ganz eingepresst.
Und dann die Schmierbohrungen von außen durchgebohrt. Wie man auf den folgenden Fotos sieht, liegen auch an diesem Zahnrad nicht alle Bohrungen auf einer Linie. Scheint denen damals egal gewesen zu sein (oder in Handarbeit reingebohrt?).
Das muss natürlich noch alles entgratet und sauber gemacht werden.
Aber zuvor habe ich die gewindeartigen Schmiernuten noch nachgearbeitet. Eine davon kam mir irgendwie nicht tief genug vor und vor allem ist es wichtig, dass sie auch wirklich von Anfang bis Ende durchgehend ausgeführt sind.
Da ich an meiner Drehbank keinen solchen Vorschub einstellen kann, habe ich die Nuten per Hand mit einem Drehmeissel nachgekratzt. Das ist zwar mühsam (und auf dem Foto mangels dreier Hände gestellt), aber es funktioniert.
Jetzt noch alles sauber blasen, mit der Reibahle vorsichtig auf Maß bringen und die angefressenen Kanten der Zähne außen etwas nachschleifen, dann darf das Rädchen wieder auf die Welle.
Leider scheinen da Teile des zerbröselten Zahnrades beim Getriebeschaden in den dritten Gang gekommen zu sein (zumindest oberflächlich). Aber ich habe nichts besseres und riskiere die Weiterverwendung.