"Die Palästinenser in Gaza hatten 19 Jahre Zeit für Frieden. NEUNZEHN JAHRE.
Ich kenne Gaza noch aus der Zeit, als es zu Israel gehörte. Bis Israel es im Rahmen von "land for peace" räumte, alle Juden mussten ihr Zuhause und ihre Häuser verlassen. Hamas benutzte in ihrer Charta wortwörtlich das deutsche Wort "judenrein" dafür. Es gab eine einzige Wahl in Gaza, bei der die Hamas gegen Fatah gewann. Statt Frieden folgte als Erstes der "Bruderkrieg". Palästinenser schlachteten Palästinenser. Hamas ermordete Fatah-Mitglieder und Anhänger auf grausamste Weise. Fatah ist die Palästinenser-Regierung im Westjordanland. Was beide gemeinsam haben, ist die Abneigung gegen demokratische Wahlen. Denn auch dort fanden seit 20 Jahren keine Wahlen mehr statt. Und jeder Versuch von Palästinensern, eine neue politische Partei zu gründen, wird sofort im Keim erstickt. In Gaza. Und auch in Ramallah.
Das beide eigenständig regierten Gebiete Diktaturen sind, stört übrigens bis heute niemanden. Es gab dagegen im Guten Westen nie Proteste. Für freie Wahlen. Gegen politisch motivierte Morde an der eigenen Bevölkerung. Die ganzen 20 Jahre nicht. Seitdem erhielt Gaza unzählige Milliarden Euro. Gaza hat eine der höchsten Millionärsdichten der Welt. Statt Frieden bekam Israel von 2007 bis 2025 fast täglichen Raketenbeschuss, IED-Attacken, Sprengfallen an Luftballons mit Spielzeug, damit Kinder zerfetzt werden bei Berührung, schwerste Brandstiftungen durch Molotovcocktails und Brandbomben an Drohnen, drei Kriege November 2012, Juli 2014, Mai 2021.
Im März 2012 gab es ein Wochenende, an dem Hamas/Islamic Jihad innerhalb von 48 Stunden über 10.000 Raketen auf israelische Zivilisten abfeuerten. Einfach so. Aus Judenhass. Ich war da. Ich habe es miterlebt an dem Wochenende.
Ich war auch oft in Gaza, mit deutschem Pass, zuletzt im Jan/Feb 2014. Luxuriöse Shopping Malls, dagegen ist das Loom ne versiffte Bruchbude. Luxushotels am Mittelmeer. Aber wer fanatisch vom Judenhass getrieben wird, der zerstört lieber das Alles, nimmt die Konsequenzen in Kauf und opfert die palästinensische Bevölkerung für "die Gute Sache": Ermordung möglichst vieler Israeli jeder Religion.
An Shabbat übernehmen sekuläre Juden wie ich und unsere israelischen Muslime den landesweiten Rettungsdienst/Polizei/Feuerwehr. Der 07.10.23 war ein Shabbat. An dem Tag wurden sehr viele israelische Muslime von Palästinensern ermordet, während sie Terroropfer evakuierten und Schwerverletzte versorgten. Es waren einige muslimische Medizinstudenten (der Stolz der Dörfer der Bedouinen) darunter.
Gaza und Westjordanland sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Fatah Sicherheitskräfte und AlAqsaMärtyrer Brigaden tun alles dafür, Hamas im Westjordanland möglichst klein zuhalten. Auch mit massiver Gewalt.
Fatah und Hamas hatten einmal den Versuch gewagt, gemeinsam zu regieren im sogenannten unity government. War das 2015? Dieser Versuch war nur kurz und ist kläglich gescheitert. Aber nicht wegen Israel. Sondern wegen Geld.
Wer nach Gaza einreiste und Waren, Medikamente, Hilfsgüter mitbrachte, musste Einfuhrsteuer bezahlen. Und das nicht zu knapp. Da ja Hamas alle 3 Grenzübergänge in ihr Land kontrollierte, kassierte sie auch das ganze Geld und sackte sich das ein, ohne mit Farah zu teilen. Daran zerbrach die Koalition zwischen beiden Palästinenser-Parteien.
Im Westjordanland gibt es 3 areas. Eine davon bei Ramallah untersteht komplett der Fatah, da gibt es nicht einen einzigen Israeli.
Hebron ist geteilt. Auf der einen Seite hat Fatah das Sagen. Auf der anderen Seite Israel.
Aus dem von Fatah kontrollierten Gebiet pendeln täglich bis zu 70.000 (!) Palästinenser nach Israel. Um dort zu arbeiten, zu studieren, Besuche zu machen, ins Krankenhaus zu gehen oder um Moscheen zu besuchen. Die Checkpoints gibt es erst seit 2002. Nachdem es über 100 palästinensische Selbstmordbomber in nur 2 Jahren gab. Mit über 500 ermordeten Opfern. Und tausenden Verstümmelten. An diesen Checkpoints wird auf Waffen und Sprengstoff kontrolliert. Wie an jedem Flughafen üblich, seitdem andere Islamisten Flugzeuge als Terrorwaffe einsetzen. Lass mal noch 2-3 Anschläge wie in Berlin oder Magdeburg sein, dann werdet ihr auch vorm Betreten des Weihnachtsmarktes auf Waffen kontrolliert. Das ist eine legitime Schutzmassnahme. Und die Checkpoints sind erfolgreich, denn die Anschläge durch Selbstmordbomber gingen 2003 sofort zurück. Sehr viele Palästinenser begrüssten damals diese Kontrollen, denn die wollten auch nicht im Bus oder Eisdiele von denen in die Luft gejagt werden. Das vergessen wohl einige Aktivisten in Europa, die auf dem sicheren Sofa islamistischen Terror nunmal nicht kennen.
Auch Ägypten kann ein Lied von palästinensischem Terror singen.
Seit Jahren geht Ägypten sehr radikal und mit Gewalt gegen Palästinensische Terrortunnel vor, die in ihr Land führen. Sie setzen sogar Giftgas ein. Egal, ob Menschen im Tunnel sind. Dagegen gab es noch noch nie Proteste im Guten Westen. Auch nicht, dass Ägypten diese Tunnel mit Meerwasser flutet. Was zur Versalzung der Böden in Gaza führt.
Es gab auch nie im Guten Westen die Aufforderung an Hamas, Islamic Jihad, Omar-Hadid-Brigaden, Al Qassam Brigaden und unzählige weitere Islamisten in Gaza, den Terror über Tunnel nach Ägypten zu stoppen. Ägypten schützt sich mit Gewalt. Es juckt niemanden. Keine Massendemos.
Mit Ägypten hat land for peace übrigens funktioniert. Ägypten hatte bei seinem verlorenen Angriffskrieg auf Israel Land verloren. Es erhielt Sinai im Rahmen von Friedensvereinbarungen zurück. Seitdem ist Frieden. All das hätte Gaza bereits 19 Jahre lang haben können. Aber sie wollen keinen Frieden. Sie haben sich seit 2006 für Tod und Terror entschieden."
Quelle: Julie Anke Martin