Bischen garstig, der Tenor. Die Autos der 80er mit Verteiler, Unterbrecher, Vergaser, waren an den Teilen schneller verschlissen als die heutigen.
Gut, ich bin Fiat gefahren, Rost war normal. Weber Vergaser langlebiger als Solex/Pierburg. Kerzenwechsel alle 15.000, spätestens alle 30.000 Unterbrecherkontakt, Finger und Kappe. Öl gabs als Billgöl bei Wertkauf, 5 Mark die 5l, und dabei auch sicherlich verschlissene Schaftabdichtungen. Also nicht gekauft.
Apropos ZKD, die war auch meist alle 100.000km fällig, incl. Kopfplanen, Schaftabdichtung, Ventilsitze nacharbeiten. Bei 200.000km waren die meisten Zylinder glatt und ausgewaschen, die Diesel sprangen im Winter kaum noch an.
Bremsbeläge aus der Asbestzeit vorne auch kein 40.000-50.000km, regelmäßig bei Reifenwechsel Sommer/Winter die Gleitsteine der Bremszange rausnehmen, reinigen, neue Kupferpaste drauf. Oder bei Renault, die Kolben aus den Gußhaltern holen, ansonsten erheblicher Belagverschleiß.
Stoßdämpfer, genauer Schwinungsdämpfer, so 80.000 bis 100.000km, bei VW dann zu oft die Monroe Kartuschen eigesetzt, keine 20.000km mehr gehalten. Eurovan 1 350.000km mit den Ersten, keine Probleme.
Auspuff nach 5 Jahren weg, erst seit G-Kat halten die wirklich lange. C8, Bj 2008, noch der erste drin, das 3. Wellrohr.
Ja, ich kann ich noch gut an die Aussage meines alten Meisters erinnern, der der Elektronik nicht traute. Mir ist jedoch noch nie eine elektronische Einspritzung gestorben, toi toi toi, aber meine erste wirklich Panne mit Abschleppen war ein geschmolzenes Unterbrechergleitstück, das konnte ich noch mit einem Kabenbinder flicken, daraufhin schmolz die Isolierung zum Halter durch und dann war Schluß. Weitere Pannen: Zerfallenes Lüfterrad beim 500er Fiat, zwar leiser Motorlauf, jedoch nicht lange, abgerissenes Auslaßventil beim 500er Fiat, laut und nachdrücklich. Defekter Öldruckschalter beim frisierten Ritmo, nicht lustig, wenn bei 6000U/min die Leuchte angeht, ein feiner Strahl kam durch den Niet.
Damals mußte man reparieren, heute kann man, und das tun viele, bei 15.000km Jahresfahrleistung, das erste Mal nach 3 Jahren eine Werkstatt aufsuchen. Gut, die langen Ölwechselintervalle sind fraglich. Muß man ja nicht einhalten, man darf ja früher wechseln.
Unschön bei Neufahrzeugen finde ich hingegen oft die Notwendigkeit der Verbindung zum Zentralrechner zur Rückstellung des Wartungsintervalles, das ist dann doch eine Art Enteignung. Das Sicherheitsargument ist da zweifelhaft, bleibe ich doch als Halter für den verkehrssicheren Zustand meines Fahrzeuges voll verantwortlich.
Jens