update:
lange wollte ich nun bei 333.000km mit dem, leicht nach metallischem Rasseln im Bereich der Kette, nicht weiterfahren. Nach Studium der technischen Unterlagen und tollen Internetvideo's habe ich mich nun an die Sache herangetraut:
Unterdruckpumpe, Dieselhochdruckpumpe mit Railsystem, Ansaugbrücke und Injektoren, oberen Zylinderkopfrahmen und Nockenwellenrad ausgebaut
Folgende Besonderheiten:
2 Stehbolzen, die mit den anderen ~36 Schrauben, die den oberen Bereich des Zylinderkopfes fixieren, waren fest und dadurch nur mit 2 gekonterten Muttern und dem Heißluftfön zu lösen.
2 Injektoren saßen etwas fest, aber dennoch rel. einfach mit dem Schlaghammer auszubauen (beim Wiedereinbau Injektorenpaste verwendet)
alle Injektoren hatte ich bei einem Boschdienst zur Überprüfung. Die Injektoren zeigten an den kleinen Düsenbohrungen leichte Verkokung. Diese wurde beim Testen gereinigt. 2 Injetoren waren leicht aus Toleranz, dennoch wurde geraten diese wieder einzubauen.
die alte Kette zeigte an den Kettengliedern eine minimale Dehnung (~0.05mm). Dieser Wert kann von mit nicht beurteilt werden, doch zeigten die Kettenrollen auf den Kettengliedern ein deutlich größeres Spiel, welches zum Rasseln führte.
die beiden Kunststoffschienen (1x am Spanner und 1 x der Untere zur Führung), zeigten leichte Einlaufspuren von etwa 0.5-1.0 mm. Auffallend war, daß es nun losging, daß kleine Stücke Kunststoff aus diesem Bereich heraugebrochen waren (nach nun 15 Jahren wird der Kunststoff spröde)
Zusammenbau:
Dichtflächen mit Kunststoffschaber und Dichtflächenreiniger gesäubert, alles wieder mit neuer Kette, Spanner und Kunststoffschienen zusammengebaut, neuen Simmerring im Bereich Nockenwellenrad, Dichtmasse auf gereinigte Dichtfläche aufgebracht, Dichtflächen der Injektoren zum Brennraum gereinigt, neue Edelstahlleitungen des Railsystems eingebaut, neue Dichtungen an der Hochdruckpumpe und Vakuumpumpe eingebaut, Zahnriemen, Spannrolle und Wasserpumpe mache ich erst im Herbst, da ich dann noch die Ölpumpe mit Ölpumpenkette erneuern möchte.
Nach bangen 15-20 sec "orgeln" mit dem Anlasser dann der großartige Moment des Starten des Motors (unglaublich gutes Gefühl).
Ergebnis:
Der Motor hat nun kein metallisches Rasseln an der Steuerkette, die Reinigung der Injektoren waren extrem gut: Der Motor läuft extrem ruhig trotz der hohen Laufleistung.
Heute nach nun 1000km nach der Reparatur:
alles dicht (kein Öl läuft aus),
Motor sehr sparsam: bei ruhiger Fahrweise 4.6 l/100Km (Das Rußverhalten beim Beschleunigen wirkt optisch viel geringer als vorher)
Endlich ist die Gefahr weg, daß die Kette reissen könnte und ein sehr hoher Motorschaden oder Motortotalschaden enstehen könnte.
Es macht Spaß so einen Citroen (der letzte mit dem hydraulischem Fahrwerk) zu verstehen und auch schwierige Reparaturen selber machen zu können (Hobby, deshalb für das ganze 20h ! benötigt, aber das rechnet man ja nicht), der Respekt vor der Autotechnik und die Zuverlässigkeit eines Verbrenners mit so vielen Teilen wird nach so einer Arbeit noch höher.
Nun kündigen sich die beiden hinteren Koppelstangen am Stabi an, aber nach 15 Jahren und 334.000 Km, istr das normal und auch rel. einfach zu erledigen........