Fahrwerk, Federung und Bremssystem sind vom Prinzip her bei beiden Modellen gleich.
Ganz genau, Matthias. Um zum Stehen zu kommen tritt man für gewöhnlich auf die Bremse. Nicht zu doll, aber auch nicht nur mit dem kleinen Zeh. Wenn man dann angehalten hat, bleibt man weiter auf der Bremse stehen.
Wenn Luft vorhanden wäre, was passiert denn dann? Meine Gedankenkette ist folgende: Das Heck hebt sich etwas während des Bremsvorgangs. Bei typischen Stadtgeschwindigkeiten dürfte die Regelgeschwindigkeit des Höhenkorrektors bei Weitem nicht schnell genug sein, um einen Ausgleich zu erreichen. Man bleibt an der Ampel stehen, mit weiterhin gedrückter Bremse und zu hohem Heck. Wenn der Höhenkorrektor noch nicht angefangen hat Öl aus der hinteren Federung abzulassen, wird er es in wenigen Momenten tun. Wenn genug Öl raus ist, und der Druck genügend abgesunken ist um die leicht gebremsten Räder zu drehen, bemerkt der Fahrzeugführende ein absinkendes Heck.
Es kommt da im Detail auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren an. Es ist genauso denkbar, dass man mit zu tiefem Heck stehenbleibt und dann ein anschließendes Anheben bemerkt, so wie Henning es beschreibt. Zum Beispiel wenn der Korrektor schnell reagiert, bereits vor dem Stehenbleiben Öl ablässt und man zum Anhalten erst stärker und zuletzt schwächer bremst.
Wie auch immer läuft es letztlichauf zwei Dinge hinaus, um das Phänomen ziemlich sicher abzustellen:
Regelgeschwindigkeit Höhenkorrektor überprüfen und ggf Höhenkorrektor reinigen.
Bremse entlüften, sofern nicht bereits erledigt. Die hinteren Bremsen müssen leider regelmäßig entlüftet werden, vielleicht zweimal jährlich. Das bietet sich also zum saisonalen Reifenwechsel immer an. Dauert ja nur ne Minute.
Gruß,
Michael