Von Hartmut Gebelein :
Gestern schickte mir ein Freund einen Artikel im Tagesspiegel, der sich auf die "Analyse" des Ukrainekrieges vom Institute for the Study of War (ISW) bezog.
Dort wurde von einer Phase 0 geredet, die eine neue Qualität auf dem Wege zum "heißen Krieg" des Westens mit Russland eingeleitet haben soll.
Auf die Frage, ob ich etwas mehr über ISW weiß, dachte ich mir: Na klar, dass ist doch das Institut, was uns seit Beginn des Ukrainekrieges täglich mit Informationen versorgt und regelmäßig mit seinen Einschätzungen daneben liegt.
Trotzdem oder gerade deshalb, ist es in unseren westlichen Medien die wichtigste Informationsquelle für die militärische Lage in der Ukraine.
Dann hatte ich Lust gehabt nachzuschauen, wer sich hinter dem Institute for the Study of War genau verbirgt.
Schon bei dem Namen der Gründerin des 2007 eröffneten Instituts, war mir alles klar.
Kimberly Kagan, eine ehemalige Irak-und Afghanistan-Veteranin.
Da stellte sich für mich nur noch die Frage, wie sie mit dem Clan um Robert Kagan, dem intellektuellen Kopf der Neocons und Autor von PNAC (Project for a New American Century), zusammenhängt.
Sie ist die Frau von Frederick Kagan, dem Vorsitzenden des American Enterprise Institute (AEI), einem neokonservativen Thinktank, zu dem auch Paul Wolfowitz gehört.
Frederick Kagan ist der Bruder von Robert Kagan, der zufälligerweise der Ehemann von Victoria Nuland ist, die somit die Schwippschwägerin von Kimberly Kagan ist.
Das Institute for the Study of War ist eine Brutstätte neokonservativer amerikanischer Politik.
Egal, ob wir über den Plan Clean Break von 1996 reden, der vom Neocon Richard Perle für die damaligen israelischen Regierung unter Netanjahu erstellt wurde oder vom "Krieg gegen den Terror", immer vergifteten die Neocons die Aussicht auf friedliche Koexistenz auf der Welt.
Mit der Kündigung des ABM Vertrags von 2002, der immer aggressiver verfolgten NATO-Osterweiterung und dem Sturz der Janukowitsch Regierung bringen wir die Neocons auch in Verbindung.
Auch verschärfte sich unter dem Einfluss der Neocons immer mehr die Situation im Nahen Osten.
Dabei ist es vollkommen egal, ob bei den Demokraten oder Republikaner in den USA.
Überall haben die Neocons ihre Finger im Spiel.
Jetzt zitieren unsere Medien das ISW wie einen neutralen Berichterstatter, dabei ist dieses Institut eng verwoben mit dem Militärisch-Indusriellen-Komplex in den USA und der Israel-Lobby.
Das sieht man schon an den Personen, die im ISW- Vorstand sitzen. Unter Anderem befinden sich dort mit Petraeus und Keane, zwei ehemalige US-Generäle oder William Kristol, der Mitbegründer von PNAC (Project for a New American History) und glühender Zionist.
In unseren westlichen Medien werden "Analysen" vom ISW dagegen immer wie eine unparteiisch Berichterstattung zitiert.