Derselbe Podcaster sprach sich übrigens dafür aus, die Beschleunigung von Autos im nach dem starten ausgewählten Fahrmodus künstlich zu limitieren. Als Ami, der an Leistung gewöhnt ist, hatte er 5 Sekunden von 0 auf 100 im Kopf. Er (als professioneller Autotester und Motor-Journalist) sprach davon, dass bei den irren Beschleunigungen macher E-Autos sich die Situation für's Gehirn einfach zu schnell verändert.
Ich muss sagen, ich stimme dem zu. Ich wollte neulich eine (ruhige) Straße überqueren, 50 Meter entfernt stand ein ID4 (?) in einer Ausfahrt. Ich wollte gerade den Fuß auf die Straße setzen, als dieser -fast geräuschlos- offenbar mit Vollgas losdüste. Das sind Beschleunigungen, mit denen man als Fußgänger in der Stadt einfach nicht rechnet. Ich war froh, dass ich noch nicht losgelaufen war.
Nun habe ich gerade mal Wikipedia befragt: der schnellste ID4 braucht 5,4 Sekunden auf 100. Wie irre muss dann die gleiche Situation erst mit einem Model 3 Performance sein, das in unter 3 Sekunden auf 100 ist?
Solche Autos gab es zwar bisher auch schon, bisher waren es aber orangefarbene Lamborghinis und der neureiche Spinner hinterm Steuer ließ schon im Stand den Motor so lauf aufheulen, dass man ihn drei Blocks weiter noch gehört hat. Heute ist es Heinz-Joachim auf dem Weg zur Kita, in einem Auto das aussieht wie alle anderen Autos und dessen Geräusch durch schnelles Beschleunigen nicht nennenswert lauter wird.
Ich plädiere für 7 Sekunden. Wer schneller Beschleunigen will, soll das nach dem Start in einem zweistufigen Prozess bestätigen müssen. Das verhindert dann auch, dass aus Oma Ilses Pedal-Verwechselungsvorfall auf dem Supermarktparkplatz eines Tages ein tödlicher Unfall mit 100 km/h wird.