Hallo Uwe,
Sorry, dass so lange gedauert hat mit meinem Antwort. Ich kam letzte Zeit gar nicht ans PC.
Vorab möchte ich Ervi vom citroens-club.ru für gute Anleitung bedanken. Es hat mir selbst sehr geholfen.
Nun übersetze ich die Anleitung mit Paar persönlichen Bemerkungen. Allerdings sie gilt für C4 Picasso 2.0 HDI mit EGS6 Getriebe und kann bei anderen Modellen etwas anderes sein.
Also, zunächst ein Diagnosegerät anschließen (es geht mit Diagbox, Lexia oder Delphi. Andere Soft habe ich nicht). Damit bereiten wir das Getriebe zum Ausbau vor, nämlich entlasten die Ölleitungen.
Dann Getriebeöl ablassen. Dafür wird 8mm Vierkant gebraucht. (Den kann man aus dem größeren Inbusschlüssel selbst herstellen.) Schaue dabei nach Metallspänen im Öl! Es kann auf Getriebeschaden deuten. ( In mehreren Foren wird über einem komischen Geräusch beim Loslassen des Gaspedals gesprochen – bei mir war das Geräusch nach Austausch der Lager weg.)
Dann wird Luftfilter mit dazu gehörigen Schläuchen abgeschraubt.
Nun ist die Batterie dran. (In Foren und bei youtoobe gibt genug Anleitungen für verschiedene Modelle). Nach dem die Batterie draußen ist, wird der Batteriekasten und die Halterung dafür entfernt. (Eine Schraube für die Halterung muss von außen, im Radkasten, abgeschraubt werden)
Dann das Auto hoch, Räder runter. Achsmutter abschrauben. Radkasten raus. Federbeine von Querlenker lösen. Spurstange abschrauben. Mit langem Torx Lagerbefestigung der rechten Antriebswelle lösen. Nun können die Antriebswellen raus. (Beim Zusammenbau nicht vergessen Wellendichtungen zu erneuern. Nur bei Cit erhältlich)
Dann das Kunststoffrohr, das links an der Ölwanne zum Ladeluftkühler verläuft inkl. Gummiverbindung ausbauen. (Den Ladeluftkühler habe ich auch ausgebaut – es gibt mehr platz beim Rausnehmen des Getriebes und man könne dort das Ansaugrohr inkl. Halterung verstecken, falls man das nicht raus bekommt. Die Verkleidung über dem Kühler raus klipsen, eine Torx-Schraube hinter dem Ladeluftkühler raus drehen. Nun kann man den nach oben raus ziehen. Das hat Sinn, wenn man, wie ich das gehabt habe, das Ansaugrohr, das aus zwei Teilen besteht, nicht auseinander bekommt.)
Links vom Gummiverbindung (s.o.) ist eine Halterung, ich glaube für das Auspuffrohr. Die hält an drei Schrauben. Mit der oberer Schraube muss man sich ganz schon quellen, aber das ganze muss unbedingt raus, da hinter der Halterung eine versteckte Getriebeschraube sitzt. Daneben ist eine Getriebestütze, die muss auch ab. Die obere Schraube bekommt man nicht ganz raus, was aber nicht weiter stört.
(Ich muss mich entschuldigen. Man kommt ganz schon ins Schwitzen, um passende Wörter zu finden. Ich bin kein Kfz-Mechaniker und deutsch ist auch nicht meine Muttersprache.)
Unter der Stoßstange ist eine Abdeckung, wo die ganzen Spurassistent-Sensoren sitzen – die Schrauben, die sie mit der Stoßstange verbinden müssen raus – man kann die dann leicht nach unten knicken. Falls man weiß, wie man Stoßstange ausbaut, kriegt man viel einfacher das Getriebe raus.
Im Radkasten, hinter dem Federbein ist eine vertikale Stange, die zum abschrauben gilt. Dann wird Querbalken abgeschraubt, der unter dem Kühler sitzt. Nun kommen wir zum Alubalken unter der Getriebe, der nach vorne zur Stoßstange geht. Der ist vorne mit drei Schrauben an einen Kunststoffkasten angeschraubt und mit einer Schraube an vertikalen Balken geschraubt. Nachdem die Schrauben raus sind, nehmen wir großen flachen Schraubenzieher und stecken ihn ins Spalt zwischen Karosserie und dem Balken. Mit Gewalt trennen wir den Balken von Karosserie. (Keine Angst, die Stoßstange geht nicht kaputt. Hier kann man, auch wenn man nichts versteht den Ursprung und die passende Bilder anschauen: http://citroens-club.ru/forum/index.php?showtopic=44347 )
Nun kommt die Zeit den Motor und das Getriebe ab zu stützen. Dann wird von oben die Getriebehalterung samt ganzen Vorrichtung abgeschraubt. Natürlich müssen alle Kabelbäume zuerst abgemacht werden. Am Getriebe sind zwei große Steckverbindungen oben und zwei kleine vorne, sie müssen abgesteckt werden.
Dann Anlasser abschrauben und zur Seite schieben. Dann die Sieben Schrauben am Getriebe lösen (die hintere von oben braucht etwas Geschick) und (bevor man Getriebe raus nimmt schützt den Kühler, ich habe Schrankrückwand dafür verwendet) zu zweit vorsichtig raus nehmen. Aufpassen, dass am Roboter nichts kaputt geht!
Am Boden dann den Ausrücklager wechseln. Kupplung aus- und anbauen. (Laut Citroen solle Ausrücklager bei jedem Ausbau des Getriebes gewechselt werden, Getriebeöl aber nicht... Kostet aber nicht die Welt – 25€, man braucht nur 1,8 l)
Dann alles in umgekehrter Reihenfolge wieder rein.
Antriebswellendichtungen und Getriebeöl nicht vergessen.
(Ich glaube, ich habe mehr Zeit für Schreiben gebraucht, als für Schrauben)
Nach dem alles drin ist, kommt das Anlernen.
IN KEINEM FALL VERSUCHEN ZU FAHREN!
Voraussetzungen für Anlernen:
Der Motor ist kalt.
Batterie ist gut und voll aufgeladen. (Am besten noch ein starkes Ladegerät zusätzlich anschließen, da die Batteriespannung soll über 12,5V liegen, was normale Batterie nicht lange halten kann und es nimmt einige Zeit in Anspruch)
Laptopbatterie ist auch voll und kann paar Stunden halten.
Diagnosegerät anschließen. Fehler auslesen und löschen. Auf „Getriebereparatur“ gehen, dann „Ausrücklager unter Druck setzen“. Dann „Getriebe anlernen“ (In deutscher Version von Diagbox steht „Fahrschalter angeschaltet“ soll aber heißen: „Zündung an“) Diese Übersetzungen verwirren manchmal, aber sonst führt das Programm dich durch die ganze Prozedere.
Dann wird Kupplung angelernt...
Ich habe es noch nicht geschafft. Man braucht Zeit und eine zweite Person dafür. Die Freundlichen sagen, dass es nicht nötig wäre (natürlich, wer soll das bezahlen!?) und das Getriebe/ die Kupplung lernen nach 50-60 km selber an, obwohl Citroen empfiehlt diese Prozedur jede 10Tkm wiederholen, dann halten die Kupplungen länger als 40 tausend.
Aber die Beschreibung poste ich im nächsten Beitrag, wenn ich das selbst gemacht habe.
Sonst kann man schon auch so fahren. Der verbrauch ist aber etwas höher.
Viel Erfolg!