Hatte vorhin auch schon mit Ki gesucht
und diesen ersten Artikel gefunden:
www.haaretz.com/israel-news/2025-05-28/ty-article-magazine/.premium/yes-to-transfer-82-of-jewish-israelis-back-expelling-gazans
Mit dem Verweis (markiert) auf den kritischen (Meinungs)Artikel den Du verlinkt hast:
www.haaretz.com/opinion/2025-06-04/ty-article-opinion/.premium/do-82-of-israelis-really-back-expulsion-of-gazans-the-data-tells
Ja ist sehr interessant 😉
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Den von einem Mitforisten MatthiasM verlinkten Spiegelartikel (www.spiegel.de/eva-illouz-krieg-laesst-alle-verrohen-das-ist-keine-israelische-besonderheit) hab ich schon vor ner Weile abgespeichert.
Den als Unterstützung von Bahnwegs Behauptung (von FrankM hier ohne Quelle reinkopiert): "... komplett verrohte größte Teil der Israelis..." ranzuziehen ist schon witzig...
Den Artikel versende ich gern an geeigneter Stelle komplett oder verwende Auszüge daraus. Wenn ich die allerdings bei Bahnweg&Co poste, gibts Haue, bis hin zu Beleidigungen, persönlichen Angriffen oder sie werden einfach gelöscht 😉
Beispiele:
"SPIEGEL: Der Staat, der nach dem Zweiten Weltkrieg Zufluchtsort für Holocaustüberlebende wurde, wird heute selbst des Völkermordes beschuldigt.
Illouz: Der Begriff Genozid macht mich skeptisch. Warum muss man dieses Wort gebrauchen, wenn ein Urteil des Internationalen Strafgerichtshofs noch aussteht? Wenn es andere Begriffe gibt wie »Kriegsverbrechen« oder »Verbrechen gegen die Menschlichkeit«? Das Wort erinnert an »Deizid«, die Ermordung von Gott, also das Verbrechen, dessen die Juden seit je beschuldigt wurden. Schon am 10. Oktober 2023 sprach der palästinensische Vertreter bei der Uno von einem »Genozid«.
SPIEGEL: Weil israelische Minister damals schon die komplette Belagerung und Auslöschung Gazas ankündigten.
Illouz: Das Wort ist eine politische Waffe, und der Versuch, es mit Israel in Verbindung zu bringen, blieb lange erfolglos. Diesmal war er erfolgreich – auch weil Israel dieses Narrativ unfreiwillig gestärkt hat.
SPIEGEL: Viele Völkerrechtler sprechen inzwischen von einem Genozid.
Illouz: Ich will diesen Krieg, den ich nicht mehr akzeptabel finde oder begreiflich, sicher nicht entschuldigen, es geht mir einfach darum, akkurat zu sein. Wenn der Internationale Gerichtshof zu dem Ergebnis kommt, dass es ein Genozid war, dann akzeptiere ich das und verurteile ich den Genozid. Aber bis dahin würde ich darum bitten, vorsichtig zu sein. Was extremistische Politiker äußern und was die Armee tut, sind unterschiedliche Dinge. Noch eine Bemerkung: Wie lange hat die Uno gebraucht, um im Fall von Ruanda von einem Genozid zu sprechen? Sieben Monate. Als die Gewalt begann, wurden damals Blauhelm-Soldaten abgezogen. Man ging von einem Bürgerkrieg aus. Der Krieg in Gaza hat das Leben der Palästinenser dort schwierig bis unmöglich gemacht, die Zerstörung der Infrastruktur ist unfassbar. Aber es muss eine nüchterne Evaluation darüber geben, was Israel in Gaza macht, die frei ist von den üblichen antisemitischen Dämonisierungen."
"SPIEGEL: Warum soll denn die globale Linke eine Mitschuld an der Situation in Israel tragen?
Illouz: Teile der europäischen und amerikanischen Linken sind nicht an Frieden interessiert, sondern an Hass. Sie haben zur Radikalisierung beider Seiten beigetragen. Von Anfang an haben sie den Horror des Massakers vom 7. Oktober geleugnet. Sie haben abgestritten, dass es sich bei der Hamas um einen genozidalen Gegner handelt. Sie haben verneint, dass Israel das Recht hat, zu reagieren und sich zu verteidigen. Diese Rhetorik stärkt den Hass. Statt Juden und Palästinenser zusammenzubringen, entfernt sie sie weiter voneinander.
SPIEGEL: Sie gehörten lange zu den schärfsten Kritikerinnen der israelischen Regierung und Gesellschaft. Warum sind Sie so viel zurückhaltender geworden?
Illouz: Bis zum 7. Oktober war ich davon überzeugt, dass die Palästinenser einen Staat wollen und Frieden. Heute bin ich mir nicht mehr sicher. Hamas ist keine antikoloniale Widerstandstruppe. Sie will die Juden auslöschen. Ein Land zu kritisieren, ist etwas anderes, als seine Auslöschung zu fordern. Viele Leute können das aber offenbar nicht unterscheiden. Da stellt sich der britische Sänger Bobby Vylan auf die Bühne und brüllt: Tod den israelischen Streitkräften, und Tausende im Publikum wiederholen es. Traditionelle Liberale in Israel sind so entsetzt über dieses Aufblühen des Antisemitismus weltweit, dass sie sich ohnmächtig fühlen."