So, es ist seit 11 Tagen vollbracht und mein Dicker hat Ventile in den Federkugeln. Einmal vorneweg: Wenn sich Gott, Jahwe, Allah, Buddha und alle nordischen, griechischen und indischen Götter zusammengetan hätten, wäre das Ergebnis gleich gewesen - sie hätten am Ende Hammer und Meißel zum Ausbau nehmen müssen! Allgemein kann ich alles rund um die Prozedur beim Herrn Grünberg empfehlen. Der Kerl hat ein Wissensfundus was Citroen und allgemein Fahrzeugtechnik angeht, dass es einen beinahe einschüchtern kann. Während der ganzen Zeit, die wir zusammen verbracht haben, gab es keinen Moment, in dem wir uns nicht über irgendein Kfz-Thema unterhalten haben - etwas was sich in den Telefonaten vorher schon abgezeichnet hat. Die drei vorderen Federkugeln gingen erheblich schneller und einfacher, als die hinteren vier. Um an die vordere Regulatorkugel zu kommen, habe ich das rechte Rad ausgebaut, so ist der Zugang doch angenehmer, zumal die Kugel das erste Mal ausgebaut wurde und wirklich Hammer und Meißel nötig waren. Wie hier im Faden schon gesagt wurde, müssen im Radhaus zwei Schrauben und eine Clipse gezogen werden. Danach kann man die Verkleidung einfach nach vorne ziehen und halten, während ein zweiter sich an die Kugel macht - sie ist einfach direkt da. Bei manchen Dingen musste ich aber schon mit dem Kopf schütteln, wass sich Citroen da gedacht hat: Die Plastikabdeckung der hinteren Regulatorkugeln wird mit drei Schrauben befestigt. Das Ganze ist teils doch ein wenig fummelig und außerdem werden hierfür Schrauben verwendet, die in ihrer Länge mit Sicherheit auf ein Drittel hätten reduziert werden können. Hier geht Citroen der ganz sicheren Weg bei der Stabilität, aber bei der Werkstoffauswahl der verschiedenen Fahrwerkskomponenten wird so gewählt, dass man nach wenigen Jahren mit Hammer und Meißel ran muss. Laut Herrn Grünberg etwas, was bei älteren Modellen besser und einfacher war, als bei den letzten Hydropneumaten. Zu den Eindrücken nach der Modifizierung: auf Anhieb schwebte er wieder. Also fast. Lange Wellen sind nicht existent geworden, da ist sofort alles beim Alten gewesen. Kurven fahren sich sicherer, obwohl das Auto weicher war. Gleichzeitiges Bremsen und Lenken verhärtet die Lenkung auch nicht mehr so sehr, dass es wirkt als hätte das Kfz keine Servo - etwas wovon ich garnicht wusste, dass es sich so sehr verschlechtert hat. Auf den ersten Kilometern dachte ich erst, dass sich die kurzen Stöße verbessert haben. Je schlechter die Straße war, desto enttäuschter wurde ich. Ich war sicher, dass das tendenziell sogar schlechter geworden war. Ich habe es auf die 19-Zöller geschoben, war mir trotzdem sicher, dass die kurzen Stöße früher besser waren. Ich wollte mich auf meinen subjektiven Eindruck aber nicht verlassen, denn auf der Autobahn ab 130km/h war der Unterschied wie Himmel und Hölle. 95% der Zeit wie auf Wolken. Genau so, wie ich es wollte und erwartet habe. Thema kurze Stöße: Erstmal habe ich das Thema vernachlässigt, denn ich konnte mir selbst nicht vertrauen in der Hinsicht. Glücklicherweise kam die Lösung dann von alleine. Vier Tage später, habe ich externe Reifendrucksensoren eingebaut und es hat sich herausgestellt, dass die Herren beim Reifenwechsel es sehr großzügig gemeint haben. 3,0 und 3,1 Bar vorne, und je 2,8 Bar hinten - ouch! Rasch den Druck auf rundum 2,5 abgesenkt und siehe da, auf einmal ist der C5 wie er sein sollte. Kurze Stöße sind nicht nur tolerierbar, sondern sogar gut. Auch Autobahnfahrten sind jetzt fast neuwertig. Habe ich was verpasst? Sind Pneumaten so abhängig vom richtigen Reifendruck? Zur Info: die Kugeln waren ziemlich gleichmäßig im Druck abgefallen und hatten noch ca. 45% Restdruck. tl;dr: Federkugel-Upgrades mit Ventilen lohnt sich, wenn der Restdruck die Membran nicht zerschossen hat, 19-Zöller fressen einiges an Komfort in kurzen Stößen im Vergleich zu 17ern und der Reifendruck sollte stimmen, damit das Gesamterlebnis der Federung stimmt. Danke an alle, die sich an der Diskussion beteiligt haben! Grüße C&A