Ganz sicher nicht. Deine Ausführungen und "Geschichten" zum Thema Doppelblech kommentiere ich nicht. Vorletzte Woche Donnerstag dachte ich, ich könnte nen Betonklotz (~100 kg) durch die Gegend schleppen, als wär ich nochmal 20. Seitdem hab ich mal wieder nen kaputten Rücken. Zerschrauben, fortgesetzt. Hinterachse. Belüftungsschlauch der Manschette Federbein rechts ölig. Auch im Achsrohr ölig. Dieser Anblick deutet auf eine defekte Abdichtung des Federzylinders hin. Stabischrauben, zum Losetuckern musste ich die dritte Stufe einstellen (1000 Nm Lösemoment auf Stufe 4). Bei der Berline sitzen die sehr gern sehr fest. Stahlschraube in Aluminium. Ohne Schlagschrauber braucht man das garnicht erst versuchen. Merken, wo welche Unterlagen verbaut waren. Die Überwurfschraube an den Federzylindern ist gernmal auf der Leitung festgerostet. Neben den Splinten für den Stößel der Federzylinder in den Schwingarmen die einzig nennenswerte Hürde beim Abrüsten der Achse. 3,5 mm und 4,5 mm Leitungen werden aus fertig beschichteter Meterware gebaut. Diese 10 mm Leitungen wurden erst gebaut, und hinterher beschichtet. Unter der Überwurfmutter ist die Leitung nur galvanisiert... Wenn sich die Leitung beim Drehen an der Überwurfmutter mitdrehen will, muss der Rost losebekommen werden. Eine Möglichkeit: Billigen chinsichen Druckluftmeißel hernehmen, Meißelspitze abschneiden. Dann kann man fleißig drauflosklöppeln. Die Vibrationen lassen den Rost rausbröseln. Wenn das nix hilft, Hitze. Aber dann ist die Leitung ohnehin so dünn gerostet, dass sie nicht wiederverwendet werden sollte. Um den Zylinder während der Arbeiten zu fixieren: Federhaltespange ausbauen, Plastikclips der Leckölleitung und Belüftungsleitung hält ausbauen. Einen Holzkeil auf der dem Federsplint gegenüberliegenden Seite reinklöppeln. Übliche Roststellen an der Hinterachse: Der Fortsatz zu den vorderen Lagerungen (gerne auch mal mit Loch). Die inneren umgeschlagenen Bleche der Halterungen der Federzylinder. Und die Blechdoppelungen oben zwischen Halterung Mittelschalldämpfer und Anschraubpunkt hinterer Lagerung. Was wie ein unschuldiger Hubbel ausschaut erweist sich nach kurzer Bearbeitung mit dem Nadelentroster als fast so dünn gerostet wie Blattgold... Alles was an die Achse geschraubt ist steckt in Käfigmuttern (Ausnahme Halteblech Bremsdruckspeicher). Hier ist mir lediglich eine einzige durchgedreht. Eine derartige Ausbeute ist eher selten. Da wundert es mich schon, wieso hier die zwei der Befestigung der Hitzeschutzbleches fehlten. Wenigstens wurden stattdessen keine Muttern an die Achse geschweißt... Vordere Achslagerungen mürbe - zu erwarten. Abdrücke/Werkzeugspuren an beiden Schwingarmen. Vermutlich wurden Lager gewechselt, unter Verwendung von Originalteilen. Der rechte Schwingarm fühlte sich komisch an, etwas stuckerig, beim Bewegen nach Ausbau des Zylinders. Wie hier weiter zu verfahren ist zeigt sich wenn das auseinandergenommen worden ist. Weitere Parallelbaustellen, nur kurz angeschnitten: Dämmmatte Spritzwand ausgebaut. Zwecks Reinigung + Reparatur Marderschaden. Hinter der Dämmmatte alles schön rußig. Siehe vorher, undichtes AGR-Rohr. Da wird man wohl im Innenraum auch ein wenig Abgase geschnüffelt haben dürfen. Weiterer Grund des Ausbaus der Dämmatte Vorbereitung zu Karosserieinstandstetzungsarbeiten. Nahtabdichtung zwischen Bereich hinter Domlager rechts und Spritzwand. Gerissen in der Kehle. "Normal". Sieht man bei fast allen XM. Auch bei anderen Fahrzeugen anderer Hersteller, und viel jüngeren Fahrzeugen. Nahtabdichtung zwischen Bereich hinter Domlager links und Spritzwand. Gerissen/aufgeplatzt an den Rändern zu den Blechen. Braun lugt scheu hervor. Korrosion. Zuletzt Blick vom Radhaus. Diese Stelle kann übel sein, richtig übel. Eine ordentliche Reparatur eine absolute Katastrophe. Hier noch nicht. Motor geköpft. So einen Zylinderkopf hab ich noch nicht gesehen. Ich kenn die nur mit sofort erkennbaren Rissen. Natürlich vom ollen Kühlmittel bissel zerfressen. Zwei Schrauben rostig und nicht wiederverwendbar. Zylinder drei mit Carbon-Ablagerungen an Kopf und Zylinder. Zylinder drei auch bei Druckverlustprüfung auffällig, aber noch im Rahmen. Ursache für Ablagerungen daher aktuell fraglich. Nockenwelle fritte, wie so oft. Leichte Rostspuren (ich denke, unproblematisch) in zwei Zylindern. Ein, zwei klitzekleine Riefen hier und da. Keine Pleuellager "weg". Die Rußspuren auf den Kolben kommen vom Getucker beim Rangieren, Kaltstart, normales Bild. Ich schließe aus, dass Motoröl über die Zylinderkopfabdichtung in den Kühlkreislauf gelangen konnte (Wärmetauscher war ja überbrückt, und Öl im Kühlmittel). Also nicht so wie hier? Die Pumpe hab ich angefangen zu zerschrauben. Da guckt einen unter Anderem eine solche lustige Mutter an. 33 Zähne. Nicht 34 (gibts auch). Zum Lösen der Zentralmutter die Riemenscheibe per M8-Maschinenschrauben aus dem Sortimentskasten wieder fixiert. Für diesen Arbeitsschritt besser niemalsnicht die originalen Schrauben hernehmen. Mit Riemenschlüssel gegenhalten und abschrauben. Danach hab ich Angst bekommen. Ich las, dass da nicht immer ein Keil zwischen Nabe und Welle verwendet werden würde. Und ich hab auch keine Indizien dafür gesehen. Bevor ich also das Dingen runterziehe, muss ich eine Lösung zur möglichst exakten Indexierung finden, um die Nabe wieder exakt so auf die Welle zu bekommen. Bevor ich das hier mach, probier ich das an einer Schrottpumpe aus. Die zweite Geschichte ist das Mengenstellwerk. Das Anschlußkabel ist mit einer lustigen Dreiecksscharaube gesichert, die Kontaktierungen des Kabels innen verschweißt. Wird eine Herausforderung, die Dichtungen zu tauschen. Man kann aber zumindest den Zustand der Dichtungen prüfen. Das Mengenstellwerk ist verschiebbar auf dem Pumpenköper befestigt (Langlöcher). Position muss vor dem Loseschrauben markiert werden. Von diesen zwei Punkten abgesehen gibts hier anscheinend nix groß zu beachten. Da ist die Lucas EPIC komplizierter gebaut.