Atom-Rückbau als Milliarden-Belastung All das kostet Geld. Das Bundesumweltministerium rechnet zwischen dem Atomausstieg 2023 und dem Jahr 2080 für Rückbau und Entsorgung mit Kosten für die öffentliche Hand in Höhe von 15,2 Milliarden Euro. Die Standortauswahl für ein Endlager sowie dessen Errichtung, Betrieb und Stilllegung sind dort noch gar nicht eingerechnet. "Wer behauptet hat, Atomkraft kostet nichts, der wird hier eines Besseren belehrt: Es sind Milliardenlasten, die auf dem Bundeshaushalt liegen", sagt Schneider beim Besuch des Zwischenlagers Nord. Von einer immer wieder beschworenen "Renaissance der Atomkraft", etwa mit sogenannten Kleinreaktoren (Small-Modular-Reactors), will der SPD-Politiker nichts wissen. Aus Sicht von Schneider birgt die Atomkraft noch immer ein Risiko, das vom Menschen nicht beherrschbar ist. Er spricht von "Ewigkeitslasten". Eine schnelle Lösung für Energiesorgen seien neue Kraftwerke jedenfalls nicht, da Planung, Genehmigung und Bau zu lange dauerten – von den damit verbundenen Kosten ganz zu schweigen. "Wir sprechen von mehreren Menschenleben, die wir hier allein mit dem Rückbau zu tun haben werden", sagt Schneider. Muss man nicht weiter kommentieren. Damit ist alles zusammengefasst. Wer da noch dagegen argumentiert, sollte seinen Ausweis abgeben und in die sibirische Steppe ziehen.