Hier übrigens der Untersuchungsbericht zu dem Unfall. Die LL-Bremssohlen sind tatsächlich Thema über viele Seiten... https://www.sust.admin.ch/inhalte/BS/2023081002_GBT_SB_D.pdf p.s.: Das eigentliche Problem dürfte aber sein, dass man das Zusammenwirken mit den Radsätzen nicht wirklich verstanden hatte, und, ähnlich Eschede, einfach davon ausgegangen war, dass die Wartung beim Alten bleiben kann, also alle 660'000km. Zusätzlich hatte man 2017 verschiedene Radbrüche untersucht, und festgestellt, dass diese bei oder unterhalb eines Raddurchmessers von 880mm geschahen. Der gebrochene Radsatz war nicht gleichen, aber vergleichbaren Typs und war bei 862mm. Kommt hinzu, dass die Geschwindigkeit von Güterzügen von früher mal 80km/h auf 100 bzw. leer sogar 120km/h angehoben wurde. Ohne Anpassung der Wartungsvorschriften... Mir kann keiner erzählen, das vergrössere die thermische Beanspruchung nicht auch. Schuld sind also mal wieder nicht die Bremssohlen allein. Allerdings hatte wohl niemand gegen allerdings unzureichende, geltende Vorschriften verstossen. Brisantes Detail am Rande, aber wohl ein Zufall: Die Bremse des Schadhaften Wagens war vor der Einfahrt in den Tunnel deaktiviert worden. So ganz genau steht nirgends, warum, aber es ist die Rede von einer Festbremse, allerdings ohne, dass das ganze so heiss wurde, dass man den Wagen hätte stehen lassen müssen.