Jein. Die Hauptfunktion ist, den via der Druckspeicher-Kugel gespeicherten Hydraulikdruck ab zulassen, damit man am System arbeiten kann. Zusätzlich gibt es einen Entlüftungseffekt. Wenn z.B. der Schlauch von LHM-Behälter zur Pumpe defekt ist und man hat ihn ersetzt, lässt man den Wagen ein, zwei Minuten mit offener Schraube laufen. Nun muss die Pumpe, die erst mal nur Luft saugt, nicht gegen den Speichermechansimus arbeiten - und der Unterdruck reicht dann aus, um LHM aus dem Behälter anzusaugen (der natürlich ausreichen gefüllt sein muß) . Dreht man nun die Schraube zu, wird rasch Druck aufgebaut. Wenn nicht, wiederholt man das nochmal. Will man das Luftproblem minimieren, füllt man den Schlauch vor dem Anstecken an den Behälter, so weit es geht mit LHM. Das schont auch die Pumpe. Ergänzend: Der LHM-Schlauch an der Pumpe wird über die Jahre an der Stelle, wo die Wulst des Stutzens ist, hart und dann pörös Das ist ein schleichender Prozess. Dabei kommt es zu einer Phase, wo schon Luft an der Stelle eingesaugt wird, aber es noch zu keinem oder nur minimalem ("schwitzen") LHM austritt kommt. Das verlängert das Hochpumpen und tut auch der Pumpe nicht gut. Irgendwann kommt dann der Wagen gar nicht mehr hoch, weil zuviel Luft eingesaugt wird. Bei Fahrt wird dann eventuell plötzlich die rote Lampe flackern/brennen. Eine Situation, wo dann wichtig ist, dass man einen Druckspeicher hat, der noch mindestens 35 seiner 65 bar hat , damit man sofort (!), aber ruhig, an den Rand fahren kann. Jeder CX-Eigner ist somit gut beraten, diese Stelle genau zu untersuchen. Findet sich schon Mikro-Porösitat, sollte man den Zulauf-Schlauch ersetzen oder zumindest einen Teilersatz vornehmen. Unterwegs hilft hier auch Entfetten der porösen Stelle und ein selbstverschweißendes Reperaturband, um sich zur nächsten Werkstatt zu retten. Ein (ADAC-) Pannendienst hat so was an Bord. Man muss ihn dann nur darauf hinweisen. Der Rücklaufschlauch am Druckregler hat irgendwann auch dieses Problem. Hier wird aus "schwitzen" dann meist schlagartig ein erheblicher LHM Verlust. Auf AB- Fahrt steht man dann zügig ohne LHM da. Dafür ist der Wagenunterboden zum Teil dann gut rostgeschützt. 😄 Ja, sehe ich auch so. Man hat sie vermutlich nicht fest genug zu geschraubt, sondern nur gerade eben so, dass sich der Druck aufbaut. Der "Verschluß" erfolgt innerhalb einer viertel bis halben Umdrehung. Vermutlich ist auf der Fahrt dann allmählich bereits immer etwas erzeugter Druck verloren gegangen, aber er hat noch zum Betrieb bei meist höherer Drehzahl gereicht - bis dann eben die Leuchte angegangen ist.